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14. Jun 2018

Bücherbuss

BG bekennt sich zum Bücherbus, Kreis-BG jetzt auf einer Linie mit der BG-Ense

 

Die Diskussion wird schon seit Jahren geführt, ist der Bücherbus im Zeitalter digitaler Anbindung überhaupt noch zeitgemäß? Die BG-Ense war immer ein Verfechter des Bücherbusses, den gerade im ländlichen Raum ist man nicht mal eben in einer Leihbücherei. Gerade junge Menschen und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger können sich im Bücherbus Bücher leihen ohne beschwerliche Wege auf sich zu nehmen. Aber der Bücherbus könnte mehr, als Medien- oder Kommunikationsbus wäre eine Angebotsausweitung in Richtung Dienstleistung möglich. Neben der Ausleihe wäre Raum für Gesundheits- oder Rentenberatung, sogar ein „fahrender“ Geldautomat ist denkbar.

 

Die Kreistagsfraktion der Bürgergemeinschaft (BG) traf sich mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Robin Book, Herrn Reimann, zum Gedankenaustausch hinsichtlich der Fortführung des Bücherbusses.  In der Regen Diskussion, die auch eine Angebotserweiterung skizzierte, konnte die Haltung der Kreis-BG vom Dezember 2017 (zur Erinnerung, die Kreis-BG stimmte gegen den Bücherbus, sehr zum Unwohl der BG-Ense), verändert werden.

 

Die Bürgergemeinschaft unterstützt den Willen der Bürger – jedoch mit neuem Konzept:

(aus der Mitteilung der Kreis-BG)

„Umfragen in ländlichen Regionen des Kreisgebiets zeigten, dass  Bürgerinnen und Bürger den Wunsch haben, auch im Alter möglichst lange  im Dorf  zu bleiben. Die Grundversorgung (Lebensmittel, Ärztliche Versorgung, soziale Interaktion, etc.) auf dem Land muss dann aber sichergestellt  werden. Der Bücherbus fährt viele Haltestellen in den Dörfern  an und gewährleistete bisher eine Grundversorgung der Leseförderung. Das  Nutzungsprofil  eines „Bücherbusses“  könnte nunmehr um weitere Elemente der dörflichen Grundversorgung erweitert werden. Herr Reimann von Robin Book e.V. stellte u.a. einige Beispiele aus skandinavischen Ländern vor, wo sich in  Bücherbussen beispielsweise Geldautomaten einer Bank oder Kommunikationsecken befinden. Der Bücherbus könnte in Zukunft bei eklatantem Landärztemangel  in der medizinischen Versorgung mithelfen (z.B. Routinemessungen durch medizinisches Hilfspersonal mit online-Übermittlung der Ergebnisse an die Arztpraxis) oder eine fahrende Anlaufstelle für Kreis-Verwaltungsaufgaben sein.  Ein zukunftsfähiges  Nutzungskonzept gilt es zu erarbeiten und ständig dem Bedarf anzupassen .

Im Nachhinein bedauerte der BG –Fraktionsvorsitzende Bigge  die nicht ganz vollständigen Informationen der Kreisverwaltung zum Thema vor der Dezembersitzung. Verwundert reagierten die BG- Mitglieder darauf, dass die Verwaltung schon wenige Tage nach der damaligen Entscheidung den alten Bücherbus unwiderruflich durch Abreißen des Daches verschrottete, obwohl es durchaus üblich ist, außer Dienst gestellte Fahrzeuge zu verkaufen.“

 

Rolf Giese

  

 

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